2006-09-23

60 - Prozess abgelaufen

Von PMW @ 18:11 [ Count Up ]
Sektzig


Zeit zu gehen. Ich hasse Abschiede, wenn sie gefeiert werden. Also machen wir’s kurz und schmerzlos!

Uhr

Für die paar Wenigen, die es interessieren könnte, warum Sabbersagg den Geist aufgibt:

Mit sechzig Beiträgen habe ich nun mein Soll erfüllt und meinen Sabber über Dinge tropfen lassen, zu denen ich meinte, mich äussern zu müssen. Ein Fehler? Einen Fehler kann man erst als Fehler erkennen, wenn er gemacht wurde. Aus diesem Grund begreift jede(r) nur aus seinen Entgleisungen, dass die Regieanweisungen und die Richtungen zu ändern sind. „Sabbersagg“ ist ein enges, zynisches Schema, welches sich nicht für die Kommunikation eignet, sondern nur dafür, den nicht sterilen Finger in die eiternde Wunde zu legen. Eng begrenzt im Ausdruck und nur in der Form des „politischen“ Cabaretts richtig wirksam. Einbahnstrasse und nicht Dialog hiesse das Motto. Kommt dazu, ich bin Zyniker und nicht Cabarettist.

Natürlich ist/wäre auch etwas Raum im Blog für ätzende Cabarettisten. Hier im Bluewin aber, sind die Plätze zu klein, zu eng. Man (er)kennt sich und hätte alles gerne etwas „en famille“, etwas friedfertiger, freudiger und eierkuchiger als in der richtigen, der bösen Welt da draussen. Mann nennt doch Onkel Fritz nicht einfach einen Säufer, nur weil er jeden Tag und jede Nacht ausschliesslich stockbesoffen er-leben kann. Abstrakte Melkschemel mit ihren -zeitweise- knorrigen Versen gegenüber der Subventionen spendenden Obrigkeit reichen absolut dafür aus, die Aufmüpfigkeit zu bedienen. Einzelne Ausreisser, die bewusst nur Erwachsene ansprechen wollen, holen sich den dadaistischen Hirninfarkt ohne wirklich je in die Kiste hüpfen zu wollen. Zudem ist die ganze Bluewin-Blog-Suppe frauenlastig. Und weil Frauen es eben gerne friedlicher, schöner, harmonischer haben wollen als Männer (nur am Stammtisch höre ich meist gegenteilige Meinungen) bleibt das ganze ohne Spannung, langweilig, der Regenbogenpresse nachgetippt. Die paar wenigen männlichen Blogger verlieren sich als Weicheier in dieser Weibersauce und wissen vermutlich wenig bis nichts über schwere F1-Motoren und leichte Mädchen, aber viel bis alles über Schuhwichse, Weichspüler, Dampfbügeleisen, Babypflege und Flügelislipeinlagen. Ihr Ausnahmen -es gibt sie- ich entschuldige mich bei Euch.

Ich will mein Harmoniebedürfnis nicht mit Sabbersagg stillen und auch keine Konzessionen in der Art der Kommunikation eingehen, deshalb und genau deshalb stirbt meine Kunstfigur. Jetzt!

Atompilz


Nachdem Sabbersagg im letzten Abschnitt das Zeitliche verlassen musste, kann er natürlich auf Kommentare nicht mehr antworten und ich werde diese Aufgabe nicht für ihn übernehmen. Ich werde nur den Blog auflösen in der Art, dass ich per Ende Oktober (kann aber auch früher sein) alle Beiträge, ausser diesem hier, lösche. Bis Ende Jahr, denke ich, wird Sabberblog aus dem Netz entfernt worden sein.

Aus reiner Nostalgie werde ich mich noch hin und wieder in meinen „Stammlogs“ rumtreiben, sicher werde ich aber keine Schleimspuren mehr hinterlassen. Für diejenigen, die mir noch was zu sagen haben, bleibt die E-Mailadresse sabbersagg[at]bluewin.ch solange in Betrieb, wie der Blog steht. Mitteilungen da drauf beantworte ich höflich, schnell, freundlich und korrekt, wie das halt so meine Art ist.



cu folks
Sabb


PS: Ich wünsche Dir schöne, gute Nächte.


PPS: Ich schau Dir in die Augen, Kleines. *spitzbubensmile*

PPPS: Sektglas zum Wohl, auf ein Besseres ......

2006-09-14

58 (achtundfünfzig)

Von PMW @ 20:26 [ Count Up ]
achtungfünfzig
Bombe

Hundert Tage, Regierungen beanspruchen in der Regel hundert Tage in denen sie mehr oder weniger von der Opposition in Ruhe gelassen und nicht so fest geprügelt werden wollen. Hundert Tage, so ein hirnverbrannter Blödsinn! Keiner von uns hat hundert Tage zur Verfügung um blauäugig irgendwo irgendeine Schonfrist anzumelden. Als ich noch jung, dumm und schön war, verlangte ich von „eselle“ genau diese Zeit, um meinen Blog starten und in Bewegung bringen zu können. Am 17.06.06 stellte ich meinen ersten Beitrag ins Netz, am 25.09.06 werden das hundert Tage sein.

Schön, dass mein Blog das nicht mehr erleben muss.

Jetzt, Tagzehnte später, da ich weder jung, noch dumm, noch schön, sondern nur mehr „und“ bin, stelle ich fest, dass es auch beim bloggen am Besten ist, im Zenith, also wenn es am Schönsten ist, aufzuhören. Ich denke, ich habe den Zeitpunkt einmal mehr genau und bestens verpasst.

KEW, der maulfaule, lendenlahme Aufreisser von „mannhatfrauniegesehen“ macht es vor, er verschwindet einfach. J.F. Kennedy war hier um die Welt zu retten, Gorbatschov um den Kommunismus und den Kalten Krieg zu beenden. KEW wird zwar als Jungfrau das Zeitliche segnen, aber seine Blogvernichtung ist fabelhaft, beispielhaft und nachahmenswert. Der alte Herr da oben ist weise und verteilt unsere Aufgaben nach unserem Können.

Fettnaepfchen

Ins oft beschworene Fettnäpfchen werde ich in diesem Raum noch ein-, zweimal hüpfen, dann lass ich Dich, wunderschöne Leserin, legasthenischer Leser, für den Rest Deines Lebens in Frieden (vor Dich hindämmern). Sei etwas geduldiger, Du hast es gleich hinter Dir.

Sabbersagg


Blogvernichter aller Länder vereinigt Euch! BALVE!


PS: Ich wünsche Dir und für Dich eine Gute Nacht, wie ich das seit geraumer Zeit immer tue.

2006-09-13

Fünf-Sieben

Von PMW @ 16:10 [ Count Up ]
siebenundfünfzig



Start


Count Up

Count Up, genau das gleiche wie Count Down, nur das Gegenteil oder auch die andere Seite. Einfach? Aber sicher!

Beim Count Down wird auf ein ganz bestimmtes Ereignis hin, abgezählt. Etwa in der Art: Dreihundertfünfundzwanzigtausendsechshundertneunundfünfzig, dreihundertfünfundzwanzigtausendsechshundertachtundfünfzig, dreihundertfünfundzwanzigtausendsechshundertsiebenundfünfzig und so weiter. Die Abstände auf der Zeitachse bleiben sich immer gleich und so kann so etwas zum Beispiel zweitausendundsechs Jahre vor sich hin brünzeln und kein Schwein interessiert das. Aber, die letzten Einheiten werden plötzlich wichtig! Warum?
Beim Punkt „Null“, nennen wir ihn „Ingnition“, also Zündung, wird das angestrebte Ereignis erreicht, und tritt in eine andere, vom Prozess selbst bestimmte Phase. Denken wir an den Raketenstart. Vor „Ingnition“ ist der ganze Prozess kontrolllier- und jederzeit abbrechbar. Nach „Ingnition“ muss funktionieren, was bei dreihundertfünfundzwanzigtausendsechshundertsechsundfünfzig erst erhofft, dann angestrebt und schliesslich geplant wurde. Bei „Ingnition“ wird alles unumkehrbar, es ist der Point-Of-No-Return. Bei „Ingnition“ muss alles, was in den zweitausendundsechs Jahren Vorbereitung geschah, stimmen. Es muss perfekt sein, sonst geht die Projektzukunft in die Hose oder in millionen von Kleinstteilen in den Äther, im besten Fall.


Explosion


Beim Count Up wird ab „Ingnition“ hochgezählt bis der Prozess endet, der mit „Ingnition“ gestartet wurde. Freiwillig oder unfreiwillig, geplant oder ungeplant, mit Freude, mit Trauer, mit Erfolg oder in einen Desaster, spielt alles keine Rolle. Ebenso ist unerheblich wie viele Einheiten auf der berühmt berüchtigten Zeitachse abgehäkelt werden. Ob dreihundertfünfundzwanzigtausendsechshundertfünfundfünfzig oder drei. Egal.

Wir alle befinden uns dauernd in Count Ups und Count Downs, in Prozessen also, die nicht nur unsere Zukunft, sondern auch und vor allem uns selbst verändern. Das ist gut so.

…….achtundfünfzig……

2006-09-10

56

Von PMW @ 21:56 [ Count Up ]


sechsundfünfzig

Fliege''

Wir alle werden hier nicht von fliegenden Fliegen schreiben! Nicht von erschlagenen und nicht von solchen, denen die Freiheit zurückgegeben wurde.


2006-09-07

01/55

Von PMW @ 15:17 [ Count Up ]


01/55